Knatsch-Koalition um Unterrichtsstunden in Bayern: SPD besteht auf Beibehaltung aller Englischstunden

27. Februar 2024

Bildungspolitische Sprecherin Dr. Simone Strohmayr: Neue Kultusministerin ist vor dem Ministerpräsidenten eingeknickt, legt Kreativfächer zusammen, kürzt Englischunterricht - aber rührt Religionsunterricht nicht an. Das kann man niemandem erklären!

In Bayern wird zugunsten von Deutschunterricht in Zukunft Englischunterricht wegfallen – zusätzlich werden Kreativfächer wie Musik und Kunst zusammengelegt. Keinerlei Kürzung wird es bei Religion geben. Das hat die bayerische Staatsregierung heute verkündet. Für die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Dr. Simone Strohmayr im Bayerischen Landtag ist das unverständlich. "Die neue Kultusministerin ist vor dem Ministerpräsidenten eingeknickt: Musik und Kunst, unverzichtbar für die kreative Ausbildung der Kinder und Jugendlichen, werden zusammengelegt – das ist nichts anderes als eine Kürzung durch die Hintertür. Bei Englischstunden spart man auch eine Stunde in der Woche ein. Die heilige Kuh der CSU aber, der Religionsunterricht an Schulen, bleibt hingegen unangetastet. Das kann man niemandem erklären. Erst recht nicht, wenn Frau Stolz betont, dass es in keinem anderen Bundesland so viel Religionsunterricht wie in Bayern gibt! Wir als SPD bestehen auf der bisherigen Stundenanzahl für Englisch. Bayern muss im internationalen Vergleich bestehen können – das wird schwierig, wenn die CSU als erstes beim Englischunterricht herumkürzt!"

Die SPD im Bayerischen Landtag fordert zur Verbesserung des Unterrichts mehr multiprofessionelle Teams an den Schulen, mehr Quereinsteiger und eine verlässliche Förderung im Vorschulbereich: "Anstatt an wichtigen Fächern zu kürzen, sollte die Qualität des Unterrichts verbessert werden. Das geht am besten mit kleineren Klassen und mehr Personal."

Teilen