Heute mit Joachim Gauck und Ursula Münch
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Interessierte,
ich finde es immer enorm spannend, wenn Menschen nicht nur etwas zu erzählen haben, sondern mit ihrem eigenen Lebenslauf schon Erzählung sind. Wenn sie in ihrer Person die Geschichte unseres Landes widerspiegeln. Und immer wieder neue interessante Beiträge liefern. So ein Mensch ist Joachim Gauck, unser früherer Bundespräsident.
Ich hatte das Glück, ihm am Mittwoch bei einer Rede im Senatssaal des Bayerischen Landtags zuhören zu dürfen. Gauck war auf Einladung der SPD-Landtagsfraktion in München – er hielt bei unserem Verfassungsempfang die Laudatio für die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch. Die Leiterin der Politischen Akademie in Tutzing hat von uns für ihr Wirken und ihre Leistungen den Wilhelm-Hoegner-Preis erhalten. Münch und Hoegner passen gut zusammen: Denn der bislang einzige bayerische SPD-Ministerpräsident war es, der „ihre“ Akademie im Jahr 1957 ins Leben gerufen hat.
An solchen Abenden merkt man, wie interessant und wichtig es ist, aus einer Beobachterposition auf die Alltagspolitik blicken zu können. Ihre Entwicklung über einen längeren Zeitraum beobachten, aber auch ihre Stärken und Schwächen analysieren zu können. Man muss halt gute eigene Schlüsse daraus ziehen - und das dann noch überzeugend in Worte packen. Beides können Gauck wie Münch brillant. Es war großartig, ihnen lauschen zu können bei Ausführungen, die von der Unfreiheit in der DDR über den Wert unserer Demokratie und die prägende Rolle von Protagonisten wie Hoegner bis hin zu aktuellen Problemanalysen samt Lösungsansätzen reichen.
Ich habe in meiner Rede darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, entschieden gegen Desinformation, Polarisierung und sozialen Druck vorzugehen. Eben das, was die Politische Akademie unter Ursula Münch tut. Aber auch unser aller Einsatz ist gefragt, denn die Demokratie erhält sich nicht von selbst. Sie braucht Fürsprecher, Mitmacher und Weiterentwickler. Und sie braucht eine gute Verfassung. Die hat Wilhelm Hoegner dem Freistaat Bayern beschert, darauf sind wir Sozialdemokraten bis heute stolz.
Nun wünsche ich Ihnen/Euch allen einen schönen 1. Mai. Sei es auf einer Kundgebung, im Biergarten, auf dem Maifest, beim Ausflug mit der Familie…es gibt ja so viele Möglichkeiten. Für mich ist die Gewerkschaftskundgebung Prio1. Und allen passionierten Feiertagsstreichern in der Union sei gesagt: Wir als SPD lassen uns den 1. Mai nicht wegnehmen.
Ihr / Euer
Holger Grießhammer
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