Die SPD-Woche im Landtag

02. Oktober 2026

Heute: Was die Wiesn mit dem Familiengeld zu tun hat

Holger Kommentar Newsletter

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Interessierte,

was gibt es Schöneres als Volksfeste? Mit vielen, auch völlig fremden Leuten ins Gespräch kommen. Mit den Kindern Kettenkarussell fahren, ausgiebig zwischen Buden und Fahrgeschäften herumschlendern. Den Nachmittag gemütlich mit Bier und Hendl in der Sonne genießen. Tradition leben. Bei mir zu Hause in Oberfranken gibt es dafür das Bad Weißenstädter Volks- und Wiesenfest, das schon im Juli stattfindet. Und aktuell geht die Maximalvariante aller Volksfeste in ihre Schlussphase: die Wiesn in München.

Ich bin gerne dort, das ist kein Geheimnis. Was mir aber schon auffällt: So ein Wiesn-Besuch ist verdammt teuer. Bratwurstsemmel für sieben Euro, Mandeln sechs Euro, und die Aussicht aus dem Riesenrad kostet für zwei gleich mal 30 Euro. Da sind für einen Wiesn-Besuch mit der Familie schnell 150 Euro oder mehr weg. Das muss man sich erst einmal leisten können – viele können das nicht. Denn da sind ja noch die Spritpreise, die hohen Mieten und die gestiegenen Preise im Supermarkt. Wir als SPD wollen aber, dass für Bayerns Familien ein Besuch auf der Wiesn oder auch auf einem anderen Volksfest drin ist. Das gehört einfach dazu.

Eben das verbirgt sich hinter dem etwas sperrigen Begriff vom bezahlbaren Leben, den sich die SPD auf die Fahnen geschrieben hat. Wir wollen, dass hart arbeitende Menschen genug Geld für ein gutes Leben mit ihrer Familie haben. Dass sie nicht ständig auf jeden Cent gucken müssen. Deshalb wollen wir, dass die Steuern für Normalverdiener sinken – Facharbeiter sollen nicht mehr in den Spitzensteuersatz fallen. Kitas in Bayern müssen kostenlos sein, wir fordern einen Schulstart-Bonus für unsere Erstklässler und kämpfen für bezahlbare Mieten.

Leider macht die Staatsregierung oft das exakte Gegenteil: Sie belastet Familien noch zusätzlich. Mit der Streichung des Familiengelds, des Krippengelds, des Zuschusses für den Kindergarten. Familienfreundliche Politik sieht anders aus. Die schwarz-orange Koalition investiert viel zu wenig Geld in den Wohnungsbau – das ist einer der wesentlichen Gründe für die hohen Mieten. Knappes Gut kostet eben. Und es ist erschreckend, mit welcher Vehemenz sich die Union gegen unseren Pflegedeckel stemmt. Als sei es kein Problem, jeden Monat fast 3300 Euro für den Pflegeplatz der Oma zu bezahlen.

Ihr seht: Bezahlbarkeit hat viele Facetten. Uns liegt dieses Thema sehr am Herzen. Nicht nur, damit sich die Familien den Volksfestbesuch leisten können. Aber auch deswegen.

Ihr / Euer
Holger Grießhammer

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