Heute mit einem SPD-Vorstoß fürs bayerische Handwerk
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Interessierte,
es gibt so diese Phasen, wo es finanziell eng werden kann. Wer mal selbst einen Betrieb gemanagt hat, weiß, wie wichtig frisches Geld im entscheidenden Moment sein kann. Im Handwerk, und da kenne ich mich als Maler- und Lackierermeister natürlich besonders gut aus, ist das besonders bedeutsam: Es gibt viele Familienbetriebe, die irgendwann an die junge Generation weitergegeben werden müssen, es gibt Kolleginnen und Kollegen, die das Wagnis einer Neugründung eingehen – all das können heikle Momente sein, selbst für einen gesunden Betrieb. Manchmal sogar existenzbedrohende. Denn die meisten Handwerksbetriebe haben nun einmal nicht die gleichen finanziellen Möglichkeiten wie die ganz großen „Player“.
Die Enttäuschung der Kolleginnen und Kollegen war deshalb deutlich spürbar, als ich gestern die Handwerkskammer Schwaben besucht habe. Nicht über mich – ich hatte ja einen Vorstoß zur Lösung dieses Problems ausgearbeitet, der an diesem Donnerstag im Wirtschaftsausschuss des Landtags behandelt wurde. Nein, sie waren über die Mehrheitsfraktionen CSU und Freie Wähler enttäuscht, die meinen Vorschlag abgelehnt haben. Mir geht es nicht anders. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man immer wieder die Bedeutung des Handwerks betonen und große Sympathie für diese Branche bekunden kann – und dann, wenn es zum Schwur kommt, gegen einen ganzen Wirtschaftszweig abstimmt. Diesen Zwiespalt können wohl nur CSU und Freie Wähler selbst erklären. Oder auch nicht. Vielleicht wollten sie einfach nur keinem SPD-Vorschlag zustimmen.
Der von mir vorgeschlagene Handwerksfonds hätte der Branche den Zugang zu Kapital erleichtern sollen – speziell auch bei Betriebsgründungen, -übergaben oder für wichtige Investitionen. Was für Start-ups gilt, sollte doch fürs Handwerk mit seinen vielen Arbeitsplätzen nicht tabu sein. Ich werde trotzdem dranbleiben – schon, weil ich überzeugt bin, dass ein solcher Fonds für unsere Handwerker viel Gutes bewirken kann.
Ihr / Euer
Holger Grießhammer
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